AT A GLANCE 
Right To Play 

Right To Play ist die führende internationale Organisation für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, welche die Kraft von Sport und Spiel einsetzt, um bei Kindern und Jugendlichen in benachteiligten Regionen wesentliche Fähigkeiten aufzubauen und so in Gemeinschaften, die von Krieg, Armut und Krankheit betroffen sind, soziale Veränderung zu fördern. Right To Play schafft für Kinder einen sicheren Ort zum Lernen und nährt die Hoffnung, die sie brauchen, um sich eine bessere Zukunft vorzustellen und zu verwirklichen. Unsere Arbeit wird geleitet von der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Die Sport- und Spielprogramme von Right To Play sind ausgerichtet auf die am meisten Benachteiligten, wie beispielsweise Flüchtlinge, ehemalige Kindersoldaten, von HIV und Aids Betroffene, Strassenkinder, Kinder und Jugendliche mit Behinderung und Mädchen.

Right To Play leistet Pionierarbeit bei sozialen Veränderungen und hat eine Erfolgsgeschichte in Bezug auf nachhaltige Programme. 

Was wir tun: Ein internationales Team aus fest angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitenden bildet in derzeit 20 Ländern freiwillige, lokale Coaches aus, welche die Programme von Right To Play umsetzen. In vier strategischen Programmbereichen werden spezifische Entwicklungsziele gefördert:

  1. Grundausbildung und Entwicklung von Kindern: Die Sport- und Spielprogramme von Right To Play fördern die gesunde körperliche, soziale, kognitive und emotionale Entwicklung von Kindern, indem sie auf spielerische Weise wichtige Werte und soziale Fähigkeiten vermitteln
  2. Gesundheitsförderung und Prävention von Krankheiten: Mithilfe von Sport und Spiel werden Kinder und Jugendliche für wichtige Gesundheitsthemen sensibilisiert, beispielsweise HIV und Aids, Malaria und Impfungen.
  3. Konfliktvermeidung und Friedenserziehung: Sport und Spiel sind wirksame Mittel für die Lösung von Konflikten und die Friedenssicherung. Sie helfen etwa bei der Wiedereingliederung ehemaliger Kindersoldaten, dass diese Kinder in ein normales Leben zurückkehren können.
  4. Entwicklung von Gemeinschaften und Integration von Benachteiligten: Wir arbeiten mit lokalen Organisationen zusammen, um eine nachhaltige Wirkung zu schaffen und eine Struktur aufzubauen durch das Engagement von regionalen Mitarbeitenden sowie Freiwilligen.

Unser Wirkungsbereich in Zahlen 
Ende 2011 erreichte Right To Play über 700'000 Kinder und Jugendliche mit regelmässigen wöchentlichen Sport- und Spielaktivitäten. Diese Aktivitäten wurden ermöglicht durch über 15'000 lokale Right To Play Coaches. Die Teilnahme von Mädchen und Frauen in den Programmen ist hoch; fast 50 Prozent der teilnehmenden Kinder sind Mädchen und mehr als 50 Prozent der Coaches sind weiblich.

Unsere Grundprinzipien Die Programme von Right To Play werden durch die Prinzipien Einbezug und Nachhaltigkeit geleitet.

  • Einbezug unterstützt die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, die aufgrund von Geschlecht, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, sozialem Hintergrund oder Religion benachteiligt sind. Speziell konzipierte Spiele und Sportaktivitäten tragen dazu bei, dass diese Kinder nicht mehr aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden.
  • Nachhaltigkeit stellt sicher, dass unsere Programme eine andauernde Wirkung haben und Einzelpersonen, Gemeinschaften und Partnerorganisationen Fähigkeiten aufbauen, um Programmziele durch regelmässige Sport- und Spielaktivitäten selbständig und dauerhaft übermitteln zu können.

Ein globaler Leader beim Sport für Entwicklung und Frieden Right To Play engagiert sich für das Recht auf Spiel eines jeden Kindes und ist aktiv bei Forschung und Lobbying. Unser Ziel ist es, die Hauptentscheidungsträger in den Bereichen Entwicklung, Sport, Wirtschaft, Medien und Regierung positiv zu beeinflussen, um die Vorteile von Sport und Spiel für jedes Kind zu gewährleisten.

Von 2004 bis 2008 fungierte Right To Play als Sekretariat der Internationalen Arbeitsgruppe in Bezug auf Sport für Entwicklung und Frieden (SDP IWG) – eine politische Initiative auf hoher Ebene, die 59 nationale Regierungen und Interessenvertreter von UN-Behörden und der Zivilgesellschaft mobilisiert.

Als Sekretariat der SDP IWG, entwickelte Right To Play Empfehlungen für nationale Regierungen zum Einbezug von Sport für Entwicklung und Frieden in ihre nationalen und internationalen Richtlinien und Programmen. Die Empfehlungen wurden bei den Olympischen Sommerspielen in Peking im Jahre 2008 von 38 Regierungen befürwortet und am 11. Dezember 2008 in aller Form von der Generalversammlung der Vereinten Nationen anerkannt.

Athletenbotschafter: Athletinnen und Athleten aus mehr als 40 Ländern unterstützen Right To Play als Botschafter. Diese Sportler inspirieren Kinder, dienen als Vorbilder für eine gesunde Lebensweise und erhöhen das Bewusstsein sowie die Bereitschaft, für Right To Play Projekte zu spenden. 

Zu den Athletenbotschaftern von Right To Play zählen Chelsea Football Club (Grossbritannien), Team Columbia (USA), Haile Gebrselassie (Äthiopien), José Calderón (Spanien), Anja Pärson (Schweden), Alexander Ovechkin (Russland) und aus der Schweiz unter anderen Bernhard Russi, Simone Niggli-Luder, Marcel Fischer, Dario Cologna und Vreni Schneider.

Vom Sport zu sozialer Innovation Right To Play wurde im Jahre 2000 vom Norweger Johann Olav Koss, vierfacher Olympia-Goldmedaillengewinner im Eisschnelllauf, gegründet. Die Organisation motiviert lokale Gemeinschaften, sich für Unternehmertum, Innovation und nachhaltige Entwicklung zu engagieren.