Gründung von 'Olympic Aid’
Right To Play entstand aus einer humanitären Organisation mit dem Namen 'Olympic Aid’, die 1992 vom Organisationskomitee Lillehammer (LOOC) im Vorfeld der Olympischen Winterspiele von 1994 in Norwegen ins Leben gerufen wurde. Ziel von Olympic Aid war es, während dieser Winterspiele, Menschen in vom Krieg zerrütteten Ländern und Notgebieten zu unterstützen.
Als Botschafter von Olympic Aid wurden olympische Athleten zur Unterstützung der Spendenaktionen ausgewählt. Der führende Athletenbotschafter war der norwegische Eisschnellläufer und vierfache Olympiasieger Johann Olav Koss, der einen Grossteil seines Preisgeldes Olympic Aid spendete und seine Athletenkollegen und die internationale Gemeinschaften dazu aufforderte, für jede gewonnene Goldmedaille einen Betrag an die Hilfsorganisation zu spenden. So konnte die beispiellose Summe von 18 Millionen US$ gesammelt werden. Mit diesen finanziellen Mitteln wurden 1994 fünf grosse Projekte unterstützt: Bau eines Krankenhauses in Sarajevo; Bau von Schulen in Eritrea; Förderung von Mutter-Kind-Programmen in Guatemala; Unterstützung von Flüchtlingen in Afghanistan sowie ein Förderprogramm für behinderte Kindern im Libanon.
Inspiriert von den Olympischen Spielen, sammelte Olympic Aid zwischen 1994 und 2000 weiterhin Spendengelder für benachteiligte Kinder. Im Jahr 1996 baute Olympic Aid eine Partnerschaft mit UNICEF auf und sammelte vor und während der Sommer-Olympiade in Atlanta Spendengelder in der Höhe von 13 Millionen US$. Mit Hilfe der Spendengelder impfte UNICEF ungefähr 12,2 Millionen Kinder und mehr als 800‘000 Frauen.
Diese Impfaktionen waren aussergewöhnlich, da sie vorübergehend zu Olympischen Waffenruhen in Afghanistan und im Kurdengebiet im Nordirak führten. Alle Kämpfe wurden in den Regionen eingestellt, so dass die Mitarbeiter von UNICEF die Kinder und Frauen aus diesen Regionen sicher impfen konnten.
Mit seiner Eingliederung Ende 2000 vollzog Olympic Aid (das später Right To Play wurde) den Übergang von einem „Spendenaktions-Tool“ zur Gründung einer Nichtregierungsorganisation (NRO). Im März 2001 starteten die ersten Sport- und Spielprogramme in Flüchtlingslagern in Angola und der Elfenbeinkünste.
Während der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City veranstaltete Olympic Aid ein Diskussionsforum mit dem Titel „ Healthier, Safer, Stronger: Using Sport for Development to build a brighter future for children worldwide“. Bei der Veranstaltung hielt der damalige UNO-Generalsekretär, Kofi Annan, die Hauptrede vor internationalen Vertretern aus den Bereichen Gesundheit, Sport und Entwicklung, die sich an einer moderierten Diskussion über die Rolle des Sports in Bezug auf vier Entwicklungsfragen beteiligten: Impfung, rauchfreier Sport, HIV/AIDS-Prävention und die Rehabilitierung von Flüchtlingen. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem der Erzbischof Desmond Tutu und der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Dr. Jacques Rogge; durch den Olympic Aid Roundtable wurde Entwicklung durch Sport ein fester Bestandteil der Agenda der Vereinten Nationen.
Aufbauend auf die Hinterlassenschaft der Gründung von den Olympischen Winterspielen in Lillehammer, ermöglichte der Übergang, Right To Play sowohl olympische Athleten als auch andere Top-Sportler als Athletenbotschafter einzubeziehen; Right To Play stärkte die Beziehungen zu nicht-olympischen Sportarten; schloss sich mit verschiedenen Geldgebern aus der Privatwirtschaft zusammen und verstärkte sein Engagement an der Basis.
Right To Play ist heute permanent im Bereich Sport für Entwicklung aktiv. Zusätzlich zu den Sport- und Spielprogrammen fundiert Right To Play als ein Vorreiter im internationalen Engagement für das Recht eines jeden Kindes auf Spiel und Sport und ist aktiv involviert in der Forschung und politischen Entwicklung auf diesem Gebiet. Unsere Vision ist, dass sich Grössen aus allen Bereichen des Sports, Wirtschaft, Politik und Medien engagieren, damit das Recht eines jeden Kindes auf Spielen gewährleistet wird.