Zürich, 1. Juli 2010 – Judoka Sergei Aschwanden wird neuer Athletenbotschafter der internationalen humanitären Organisation Right To Play, die sich im Bereich Sport für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Regionen und Krisengebieten einsetzt. Durch Auftritte in den Medien und Teilnahmen an Veranstaltungen tragen die Botschafter die Philosophie von Right To Play in die Welt hinaus.
Der Stein der Weisen, sagt man, habe die Fähigkeit gehabt, unedle Metalle in Gold zu verwandeln. Fast könnte man meinen, Sergei Aschwanden habe diese besondere Gabe geerbt: Als er an den olympischen Spielen in Peking eine Bronzemedaille mit goldenen Umrissen holte, erzitterte die Schweiz vor Glück. Hingekniet auf dem Tatami liess der Waadtländer seiner Freude freien Lauf, als ob er gewonnen hätte. Für ihn bedeutete diese Medaille die Krönung einer eindrücklichen Karriere und einer langen Liste von Erfolgen auf nationaler und internationaler Ebene. Nach zwei Europameistertiteln (2000 und 2003 in der Kategorie unter 81 kg), zwei dritten Rängen 2005 und 2007, der Bronzemedaille an den Weltmeisterschaften 2001 in München und danach der Silbermedaille in Osaka im Jahr 2003 beschloss der Judoka aus Bussigny, seine Karriere auf dem Höhepunkt zu beenden.
Im Moment studiert Sergei Aschwanden Sport und Wirtschaft an der Universität Lausanne. Zusätzlich arbeitet er für die Stadt Lausanne als Judo- und Sportlehrer in einem Sozialprojekt. Dabei hilft er Kindern ihre schulischen Leistungen durch die Kombination mit physischen Aktivitäten zu verbessern. .
Seit Kurzem ist Sergei Aschwanden Athletenbotschafter von Right To Play. Das Erleben der positiven Wirkung von Sport und Spiel hat ihn darin bestärkt, sich für Right To Play zu engagieren: "Ich bin überzeugt, dass die Arbeit von Right To Play Kindern in benachteiligten Ländern dieser Welt hilft, sich physisch und psychisch optimal aufs Leben vorzubereiten, Spass zu haben und glückliche Momente zu erfahren".
Kompetenzen fürs Leben vermitteln
„Right To Play schafft die Möglichkeit, dass Kinder auf der ganzen Welt spielen können und nutzt dabei die positive Kraft des Sports, indem auf spielerische Weise wichtige soziale Fähigkeiten vermittelt werden“, sagt Sergei Aschwanden zur Tätigkeit von Right To Play. Die Sport- und Spielprogramme konzentrieren sich auf die folgenden Bereiche:
• Grundausbildung und Förderung der körperlichen, sozialen, kognitiven und emotionalen Entwicklung von Kindern
• Gesundheitsförderung und Prävention von Krankheiten
• Konfliktvermeidung und Friedenserziehung
• Entwicklung von Gemeinschaften und Integration von Benachteiligten
Ein internationales Team aus festen und ehrenamtlichen Mitarbeitern bildet lokale Freiwillige aus, welche als Coaches die Sport- und Spielaktivitäten durchführen. Weltweit sind rund 15‘000 Coaches tätig, vermitteln Wissen, bilden Bewusstsein und trainieren mit den Kindern und Jugendlichen Fähigkeiten wie Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen, Problemlösungs- und Kommunikationsfähigkeit. Durch diese Betreuer vor Ort wird eine langfristige Fortführung und Weiterentwicklung der Programme gewährleistet.
Hilfe für 700‘000 Kinder in 21 Ländern
Die Programme von Right To Play sind auf Kinder in benachteiligten Regionen der Welt ausgerichtet, beispielsweise Flüchtlinge, ehemalige Kindersoldaten, von HIV und Aids Betroffene, Strassenkinder, Behinderte und Mädchen. Aktuell profitieren regelmässig rund 700‘000 Kinder in 21 Ländern in Afrika, Asien, dem Mittleren Osten und Südamerika von den Projekten von Right To Play. Dank einer schlanken Struktur und ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden fliessen mindestens 85 Prozent der Einnahmen direkt in die Spiel- und Sportprogramme in den Einsatzgebieten. Maximal 15 Prozent der Spenden werden für das Fundraising und die Administration verwendet.
Hochauflösendes Bildmaterial und weitere Informationen zu Right To Play Switzerland stehen unter www.rp-press.com zum freien Download bereit.
Quellenangabe Bildmaterial: Das Portrait von Sergei Aschwanden wurde von Right To Play Switzerland zur Verfügung gestellt und von Hans Rausser fotografiert.
Right To Play
Right To Play ist eine von weltweit rund 350 Athleten getragene, internationale humanitäre Organisation im Bereich Sport für Frieden und Entwicklung. Ziel der Spiel- und Sportprogramme ist es, für möglichst viele Kinder und Jugendliche in benachteiligten Regionen dieser Welt die positiven Werte des Sports erlebbar zu machen, deren gesunde Entwicklung zu fördern und dadurch stärkere Gemeinschaften zu bilden. Right To Play arbeitet sowohl mit nationalen als auch internationalen Sportverbänden wie beispielsweise dem Internationalen Skiverband (FIS), FC Chelsea, Swiss Cycling und dem Liechtensteinischen Skiverband (LSV) zusammen.
Right To Play Switzerland
Right To Play hat Ende 2003 auch in Zürich eine Niederlassung eröffnet. Der Organisation steht das sogenannte «Board» vor, das sich aus Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Sport zusammensetzt. Unter der Leitung von David J. Blumer (Chief Investment Officer and Member of Executive Committee of Swiss Re) gehören der CEO und Eisschnelllauf-Olympiasieger Johann Olav Koss, EFG Bank-Verwaltungsratspräsident Jean Pierre Cuoni (Vice Chairman), der Anwalt Peter Ackermann, der Unternehmer Morten Kleven, RTP Switzerland Direktorin Barbara Keller, die Unternehmerin Karin Howell, Philippe Blatter (CEO von Infront Sports & Media Group), der Privatbankier Martin Bidermann sowie Ski-Olympiasieger und Weltmeister Bernhard Russi dem Vorstand an. Seit Ende Januar 2008 ist auch Adolf Ogi, alt Bundesrat und ehemaliger UNO-Sonderberater für «Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden», als Vorstandsmitglied bei Right To Play International tätig.